Mandantenfähige Portalarchitektur für mehrere Krankenkassen
Die Plattform wurde so aufgebaut, dass gemeinsame Kernbausteine mehrfach nutzbar sind, während kassenindividuelle Prozesse, Inhalte und Konfigurationen sauber getrennt bleiben.
Success Story
Ein wiederverwendbarer Komponenten-Katalog und eine skalierbare Integrationsarchitektur ermöglichen die schnelle Umsetzung mehrerer Krankenkassen-Portale bei konsistenten Sicherheits- und Datenschutzstandards.
Für ein Multi-Mandanten-Setup im Umfeld gesetzlicher Krankenkassen wurde eine Portalplattform entwickelt, die technische Wiederverwendung und regulatorische Konformität zusammenführt. Die Lösung kombiniert ein Angular-Frontend mit Java/Spring-Boot-Services, einem Abstraction Data Layer zur Entkopplung von Fachlogik und Quellsystemen, eventbasierter Integration über Kafka, SAP-Anbindungen sowie interaktiven Formularstrecken mit Form.io.



Die Plattform wurde so aufgebaut, dass gemeinsame Kernbausteine mehrfach nutzbar sind, während kassenindividuelle Prozesse, Inhalte und Konfigurationen sauber getrennt bleiben.
Ein strukturierter UI- und Prozess-Komponenten-Katalog bildet die Basis für konsistente Nutzererlebnisse, beschleunigte Delivery und kontrollierte Variantenbildung pro Mandant.
Fachliche Services wurden domänenorientiert in Spring Boot umgesetzt, mit klaren API-Verträgen, robustem Fehlerhandling und testbarer Trennung von Orchestrierung und Fachlogik.
Der Data Layer abstrahiert Quellsysteme, vereinheitlicht Datenmodelle und schützt das Frontend vor Backend-Spezifika, wodurch Änderungen in angebundenen Systemen kontrollierbar bleiben.
Asynchrone Ereignisverarbeitung über Kafka ermöglicht belastbare Prozessketten, Entkopplung zwischen Fachdomänen und bessere Skalierung bei Lastspitzen.
Relevante Stamm- und Bewegungsdaten aus SAP wurden über definierte Schnittstellen in Portalprozesse eingebettet, inklusive Validierung, Monitoring und Nachverarbeitungsmechanismen.
Dynamische, regelbasierte Formulare mit Form.io unterstützen komplexe Antrags- und Serviceprozesse mit validen Datenerfassungen, Zustandslogik und nachvollziehbarer Prozessführung.
Die Herausforderung lag in maximaler Wiederverwendung ohne Verlust der fachlichen Mandantenanforderungen.
Daten mussten konsistent, nachvollziehbar und revisionsfest über synchrone und asynchrone Prozesspfade verarbeitet werden.
Die Lösung musste deutsche öffentliche Richtlinien, DSGVO-Vorgaben, Schutzbedarfsklassen und strenge Regeln für den Umgang mit Gesundheitsdaten technisch abbilden.
Portale sollten auch bei hoher Nutzung stabil laufen, ohne dass jede Anpassung zu regressionskritischen Gesamteffekten führt.
Step 1
Wir haben ein domänenbasiertes Architekturzielbild mit klaren Verantwortungen für Frontend, Service-Layer, Datenabstraktion, Eventing und Integrationsgrenzen erarbeitet.
Step 2
UI-/Form-/Prozessbausteine wurden standardisiert, versioniert und mit klaren Nutzungsregeln dokumentiert, um Wiederverwendung über mehrere Portale hinweg sicherzustellen.
Step 3
Technische Maßnahmen wie rollenbasierte Zugriffskontrolle, Datenminimierung, verschlüsselte Transport-/Speicherpfade, Auditierbarkeit und Härtung der APIs wurden entlang öffentlicher Sicherheitsrichtlinien implementiert.
Step 4
Verarbeitungs- und Löschkonzepte, Nachvollziehbarkeit, Zweckbindung und betriebliches Berechtigungsmanagement wurden als verbindliche Standards in Architektur und Delivery integriert.
Step 5
Kafka- und SAP-Anbindungen, Fehlerpfade, Monitoring, Alerting, technische Dokumentation und Release-Prozesse wurden auf produktionsfähigen Betrieb mit klaren SLAs ausgerichtet.
Wir unterstützen von Architektur und Komponenten-Katalog über Integrationsdesign bis zur sicheren Umsetzung regulatorischer Anforderungen für sensible Gesundheits- und Patientendaten.
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